Feinstaub sind winzige Schwebeteilchen in der Luft, die so klein sind, dass sie tief in die Lunge gelangen und Atemwege sowie Herz-Kreislauf-System belasten können. Er entsteht vor allem durch Verkehr, Heizungen und Industrie. In diesem Ratgeber erfährst du, was Feinstaub genau ist, welche Risiken er birgt und wie du dich schützen kannst.
Was Feinstaub ist
Feinstaub besteht aus festen und flüssigen Partikeln, die in der Luft schweben. Fachleute unterscheiden nach Größe: PM10 sind Teilchen bis zehn Mikrometer, PM2,5 sind noch feinere Partikel bis 2,5 Mikrometer. Je kleiner die Teilchen, desto tiefer dringen sie in die Atemwege ein. Die feinsten Partikel können sogar bis in die Lungenbläschen gelangen.
Feinstaub ist mit bloßem Auge nicht sichtbar. Trotzdem ist er messbar und wird vom Umweltbundesamt an vielen Stationen erfasst. Wie es allgemein um die Luft steht, liest du im Beitrag Luftqualität in Deutschland.
Welche Risiken Feinstaub birgt
Feinstaub gilt als ernstes Gesundheitsrisiko. Die Weltgesundheitsorganisation führt Luftverschmutzung als einen der bedeutendsten umweltbedingten Risikofaktoren weltweit und hat ihre Feinstaub-Richtwerte zuletzt deutlich verschärft. Mögliche Folgen einer hohen Belastung sind:
- gereizte Atemwege, Husten und Atemnot
- verstärkte Asthma- und Allergiebeschwerden
- erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- auf lange Sicht eine geringere Lebenserwartung
Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Auch in Innenräumen kann Feinstaub entstehen, etwa durch Kerzen, Kochen oder offene Kamine.
So schützt du dich vor Feinstaub
Im Alltag kannst du deine Belastung senken. Diese Maßnahmen helfen:
- an Tagen mit hoher Belastung körperliche Anstrengung im Freien meiden
- Räume lüften, wenn die Außenluft gut ist
- einen Luftreiniger mit HEPA-Filter einsetzen
- drinnen weniger Kerzen und kein offenes Feuer nutzen
Ein Luftreiniger kann gerade in der Wohnung viel bewirken. Was er leistet, zeigt der Ratgeber Luftreiniger gegen Staub.
Häufige Fragen zu Feinstaub
Was bedeuten PM2,5 und PM10?
Die Zahl gibt die maximale Partikelgröße in Mikrometern an. PM10 umfasst Teilchen bis zehn Mikrometer, PM2,5 die noch feineren bis 2,5 Mikrometer. Je kleiner, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein.
Schützt eine FFP2-Maske vor Feinstaub?
Eine gut sitzende FFP2-Maske kann einen Teil der feinen Partikel filtern. Für den dauerhaften Alltag ist das aber keine praktikable Lösung, sinnvoller ist es, die Quellen und die Belastung zu reduzieren.
Ist Feinstaub drinnen oder draußen höher?
Das hängt von der Situation ab. Bei guter Außenluft kann die Innenraumluft durch Kochen oder Kerzen sogar stärker belastet sein. Lüften und Luftreiniger helfen, drinnen für saubere Luft zu sorgen.
Fazit
Feinstaub ist unsichtbar, aber gesundheitlich relevant, weil die feinen Partikel tief in die Lunge gelangen. Quellen sind vor allem Verkehr, Heizungen und Industrie. Schützen kannst du dich, indem du Belastungsspitzen meidest, klug lüftest, einen Luftreiniger nutzt und drinnen Feinstaubquellen reduzierst.
